Brachycephalensyndrom: Atembehinderung bei brachyzephalen Rassen

das rechte Nasenloch ist erweitert worden, das linke Nasenloch vor der Erweiterung
Boxer 3Wochen nach der Erweiterung der Nasenlöcher

Unter Brachycephaliesyndrom versteht man eine Reihe von anatomischen Veränderungen bei kurzschnäuzigen Hunden, die zum Teil schwere Behinderungen des Luftstromes in die Lunge verursachen. Folgende Rassen sind hier besonders zu nennen: Mops, Englische Bulldogge, Boxer, Französische Bulldogge. Die Hunde zeigen grunzende, schnarchende und röchelnde Atemgeräusche. Diese werden bei diesen Rassen oft als normal oder sogar als „süßes Grunzen“ verstanden. In Wirklichkeit sind sie Anzeichen ernster Funktionsstörungen im Atemtrakt. Diese führen langfristig immer zu chronischen Lungen- und Herzerkrankungen.

Die anatomischen Veränderungen sind die Folge eines falschen Zuchtzieles.

Hunde mit längeren Nasen können besser atmen.

Folgende Engstellen des Atmungsapparates finden sich beim Hund:

  1. zu enge Nasenlöcher und Nasengänge.
  2. Verlagerung der Conchen (Nasengänge) in den Rachen
  3. Video zu langes oder zu dickes Gaumensegel
  4. zu kurzer, zu enger Rachenraum
  5. vorgefallene Stimmtaschen und/oder verdickte Schleimhaut, die die Stimmritze einengen (s. Abbildung Gaumensegel)
  6. Kehlkopfkollaps
  7. Hypoplasie der Luftröhre ( unterentwickelte „zu kleine“ Luftröhre)